Vierter Zyklus:


Memo-Flyer: 4. Zyklus

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Einführung von Max Penger:


Der 4. Zyklus der Kirchenmusikalischen Feierstunden in der Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist Pfaffenhofen/Ilm startet am 29.7. An allen folgenden Sonntagen im August und zusätzlich am 15.8. (Maria Himmelfahrt) finden die mindestens 30- und maximal 45-minütigen Konzerte statt, Beginn ist jeweils um 11.30 Uhr, der Eintritt ist frei, wenngleich Spenden an den Eingangstüren gerne angenommen werden.

Vier Programme sind dem Vorhaben „MEMO – einfach alles!“ und damit der Gesamtaufführung von Mendelssohns und Mozarts kirchenmusikalischem Werk gewidmet, drei Kirchenmusikalische Feierstunden befassen sich mit frei gewählten Stücken.

 

Mit der „Waisenhausmesse“ in c-moll (KV 139) führen „A-cappella-nova“ und Kammerorchester St. Johannes am 29.7.12 eine wegen ihrer Länge (40 Minuten sind für eine Messfeier sehr lang!) eher selten gespielte Mozartmesse auf. Mit der Altsolistin Carolin Cervino, die vor einigen Monaten in der Kreisstadt ansässig geworden ist, und dem Tenor Andreas Stauber heißt Max Penger zwei in der Stadtpfarrkirche neue Solisten willkommen.

 

Die in der Kreisstadt bestens bekannte Sopran-Virtuosin Anja Frank singt am 5.8.12 die berühmte Solomotette „Exsultate, jubilate“ (KV 165) von Mozart und zusammen mit dem Kirchenchor der Stadtpfarrei die Hymne „Hör mein Bitten“ (Orchesterfassung 1847) von Mendelssohn Bartholdy. Unbekannt ist das Mozart'sche „Te Deum“ (KV 141). Dieses Werk bildet den Abschluss dieses Programms, mit dabei ist natürlich das Kammerorchester St. Johannes.

 

Etwas ganz anderes bekommen die Besucher der Feierstunde am 12.8.12 zu hören. Das Klarinetten- und Saxophonquartett „MAX-4-SAX“ spielt Bearbeitungen und originale Werke von Komponisten der Klassik bis hin zu Zeitgenossen, von der Mozart-Ouvertüre bis hin zum „modern pastoral theme“ des Amerikaners McKay.

 

Zwei Kulturförderpreisträger der Stadt Pfaffenhofen geben am Maria Himmelfahrtstag, 15.8.12 ein Konzert und spielen sehr bekannte und völlig unbekannte Stücke von Bach und Kopetzki für Marimbaphon, Schlagwerk und Orgel. Das Programm von Michael Leopold und Max Hanft verspricht ein Höhepunkt der kommenden Reihe zu werden!

 

Am 19.8.12 wird es festlich klingen! Das Blechbläserquartett „quattro stagioni“ und der Organist Franz Ballon spielen abwechselnd und zusammen Stücke aus allen vier großen Musikepochen.

 

Den Schlusspunkt am 26.8.12 setzen der „MEMO-Projektchor“, das Kammerorchester St. Johannes und die Solisten Doris Brummer, Gabriele Mahl, Anton Kieferl und Hendrik Brödenfeld unter der Leitung von Max Penger. Die „Missa in G“ (KV 140), sowie je zwei Motetten und Kirchensonaten von Mozart versprechen einen besonderen Abschluss und machen hoffentlich Appetit auf mehr MEndelssohn und MOzart!


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Sonntag, 29.07.2012

Konzertkritik

W. A. Mozart: Missa in c, KV 139 – „Waisenhausmesse“

für Soli, Chor und Orchester

    

Kyrie - Gloria - Credo - Kyrie - Sanctus - Agnus Dei


Bei Mozarts Missa in c-Moll KV 139 von 1768/69, der sog. „Waisenhausmesse“, handelt es sich sehr wahrscheinlich um den ersten Beitrag des Komponisten im Genre der „Missa solemnis“ (d.h. zu den Streichern kommen in der Instrumentalbesetzung Bläser dazu), wie sie für kirchliche Hochfeste und andere besonders repräsentative geistliche Anlässe gepflegt wurde.

 

In der dem Wiener Waisenhaus angeschlossenen Kirche – heute "Maria Geburt“ im dritten Wiener Gemeindebezirk – dirigierte der damals zwölfjährige Mozart die Uraufführung am 7. Dezember 1768 selbst.

 

Mozart bedient sich der Form der Kantaten-MesseArienDuette und Chöre sind hier die äußeren Merkmale. Die Abschnitte „Cum sancto spiritu“ des „Gloria“ und „Et vitam venturi saeculi“ des „Credo“ sind jeweils als Fuge komponiert. Die langsamen Teile der Messe stehen fast alle in moll: Die Eröffnung des „Kyrie“ (Adagio), das „Qui tollis“ des „Gloria“, das pastorale „Et incarnatus est“, das „Crucifixus“ und zuletzt der Beginn des „Agnus Dei“ werden zusätzlich durch langsame Tempi in ihrer zentralen liturgischen Bedeutung hervorgehoben. In den anderen Teilen greift der junge Mozart in dieser Messe unmittelbar auf expressive, bühnendramatische Ausdrucksmittel der zeitgenössischen Oper zurück. Deshalb besticht die Messe gerade durch ihre Kühnheit und lebhaften Kontraste, die Mozart in seinen späteren Messen eher vermeidet.

 

Für die Aufführung in der Pfaffenhofener Stadtpfarrkirche hat Max Penger neben den bewährten, aus dem Kammerchor kommenden Solisten Gabi Brucklacher-Schur (Sopran) und Nikolai Ardey (Bass) zwei „Neue“ eingeladen. Die Altistin Carolin Cervino lebt seit einigen Monaten in der Kreisstadt und genoss ihre professionelle stimmliche Ausbildung an der Musikhochschule in Augsburg. Und mit dem aus dem Bayerischen Wald kommenden Tenor Andreas Stauber verbindet den kirchenmusikalischen Leiter der Stadtpfarrkirche eine langjährige musikalische und auch persönliche Freundschaft.


Ausführende:

Gabi Brucklacher-Schur, Sopran

Carolin Cervino, Alt

Andreas Stauber, Tenor

Nikolai Ardey, Bass

„A-cappella-nova“ Kammerchor Pfaffenhofen

Kammerorchester St. Johannes

Leitung: Max Penger



Übernimmt das Sopran-Solo der „Waisenhausmesse“:

Gabi Brucklacher-Schur (Foto: G. Hartmann)


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Sonntag, 05.08.2012, 11.45 Uhr

 

W. A. Mozart: „Exsultate, jubilate“, KV 165

Solomotette für Sopran, Orchester und b.c.

Mozart komponierte das Werk während seiner letzten Italienreise im Januar 1773 in Mailand (Erstaufführung 17. Januar). Das Werk wurde durch den dortigen „Primo Uomo“ in Mozarts Oper Lucio Silla, den Kastraten Rauzzini uraufgeführt. Neben dem originalen, marianischen Text, existiert eine Salzburger Fassung aus dem Jahr 1779, in der Alternativtexte zum Trinitatisfest und zu Weihnachten vorgesehen sind. Die Salzburger Fassung, die erst 1979 wiederentdeckt wurde, unterscheidet sich weiterhin durch die Verwendung von Flöten statt Oboen.

 

Das Werk ist viersätzig angelegt. Der langsame dritte Satz geht dabei direkt in den vierten über. Die Orchesterbesetzung besteht aus: 2 Oboen (oder 2 Flöten), 2 Hörner, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Fagott, Orgel.

 

Die Sätze:

  1. Exsultate, Jubilate – Allegro (F-Dur)
  2. Fulget amica, Dies – (Rezitativ)
  3. Tu Virginum Corona – Andante (A-Dur)
  4. Alleluja – Molto Allegro (F-Dur)

 

F. Mendelssohn Bartholdy: „Hör mein Bitten“, Psalm 55, 2-8

für Solo-Sopran, Chor und Orchester

Galt Mendelssohns Anthem "Hör mein Bitten" früher, besonders in der viktorianischen Zeit, als eine seiner bekanntesten geistlichen Kompositionen, so wurde es in jüngerer Zeit häufig übersehen zugunsten seiner größeren Werke wie etwa den Oratorien „Elias“ und „Paulus“. Er schrieb die Hymne zunächst für Solo-Sopran, Chor und Orgel (1844), um schließlich 1847 dem Wunsch seines Freundes, dem Bariton Joseph Robinson, nachzukommen, das Werk zu instrumentieren. Die vier miteinander verbunden Teilen sind geprägt vom häufigen Wechsel zwischen Solo und Chor, was sehr stark an das traditionelle englische Vers-Anthem erinnert, obgleich der Wechsel hier mehr dem Text zugeordnet erscheint als einem vorgegebenen Formschema.

 

W. A. Mozart: „Te Deum laudamus“, KV 141

für Chor und Orchester

Mozart schrieb das Stück vor seiner ersten Italienreise 1769, zu einer Zeit, in der er, gerade 13-jährig, vom Salzburger Erzbischof Sigmund Christoph von Schrattenbach zum „Konzertmeister honoris causa“ ernannt wurde! Die Echtheit des Werkes wurde lange Zeit angezweifelt, weil sehr viele Parallelen zu einem „Te Deum“ von Michael Haydn zu erkennen sind. Erst durch das Auffinden der Stimmenoriginale im Archiv des Salzburger Domchors (1963, also fast 200 Jahre nach der Entstehung!) mit Eintragungen von Mozarts Vater Leopold konnte die Urheberschaft Wolfgang Amadeus` eindeutig zugeschrieben werden.

„Te Deum“ (von lat. „Te Deum laudamus“, „Dich, Gott, loben wir“) ist der Anfang eines feierlichen, lateinischen Lob-, Dank- und Bittgesangs der christlichen Kirche. In der Matutin des kirchlichen Stundengebets vor Sonntagen, Festen oder Hochfesten wird, außer in der Advents- und Fastenzeit, nach dem letzten Responsorium das „Te Deum“ feierlich gesungen. Darüber hinaus erklingt es auch in Gottesdiensten, in denen zur Danksagung Anlass gegeben ist, wie etwa nach Prozessionen und Weihehandlungen, früher auch häufig nach Königs- und Kaiserkrönungen. Bei solchen Anlässen werden dann häufig auch das Vollgeläut der Kirche sowie alle Altarschellen geläutet.


Ausführende:

Anja Frank, Sopran

Kirchenchor St. Johannes Baptist Pfaffenhofen

Kammerorchester St. Johannes

Leitung: Max Penger


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Sonntag, 12.08.2012, 11.30 Uhr


Klarinetten- und Saxophonquartett „MAX-4-SAX!“

Werke von Mozart, McKay, Grainger, Piazzola, Niehaus u. Dillon

 Als Max Penger 1991 das Kammerorchester St. Johannes gründete, wurde Manfred Leopold sein Konzertmeister. Bereits seit 37 Jahren musizieren die beiden Freunde in verschiedensten Ensembles miteinander. Unter anderem bei den Dellnhauser Musikanten, bei denen seit einiger Zeit auch der Leiter der Städtischen Musikschule Schrobenhausen, Reiner Maier dabei ist. Die Idee, neben der Volksmusik die Literatur des klassischen Klarinettenquartetts zu pflegen, entstand 2010 und mit der diplomierten Klarinettistin Susanne Reindl fand man sogleich die ideale Ergänzung. Nachdem alle vier Mitglieder auch leidenschaftlich Saxophon spielen, war der Name des Quartetts spontan gefunden: „MAX-4-SAX!“

 Nicht nur bedingt durch das riesige Instrumentenarsenal – Sopran-, Alt-, Tenor,-, Baritonsaxophone und Es-, C-, B-, A- und Bassklarinetten kommen zum Einsatz – ist das Programm außerordentlich abwechslungsreich. Auch die Literatur gibt mit Bearbeitungen und Originalkompositionen alles her, was vier Jahrhunderte Musikgeschichte zu bieten haben.

 Im Konzert in der Stadtpfarrkirche stehen originale Klassiker wie das F-Dur-Quartett von Carl Böhm oder eine Bearbeitung einer Mozart Ouvertüre neben großen „Unbekannten“, wie der „Rondolette“ des Amerikaners Lennie Niehaus oder dem Thema mit Variationen „On a pastoral Theme“ von George Frederick Mc Kay auf dem Programm.

 Die Zuhörer dürfen sich auf eine ungewohnte, spannende und interessante Programmatik freuen. Und da es mit den vielen Instrumenten wirklich nicht nur was zu hören, sondern darüber hinaus Interessantes zu sehen gibt, werden auch Kinder ab acht, neun Jahren bei freiem Eintritt auf ihre Kosten kommen!


Ausführende:

Susanne Reindl

Max Penger

Manfred Leopold

Rainer Maier

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Mittwoch, 15.08.2012, 11.30 Uhr


Schlagwerk und Orgel

Kulturförderpreisträger der Stadt Pfaffenhofen musizieren
    

J.S. Bach: "Chaconne" aus der Partita d-moll, BWV 1004

für Marimbaphon
    

E. Kopetzki: "Contemplations"

für Schlagwerk und Orgel
    

J.S. Bach: "Concerto in G", BWV 592

per Organo
Allegro - Grave - Presto

Ausführende:


Max Hanft, Orgel


Wer hat schon eine Kirchenorgel im Wohnzimmer stehen? Musik ist sein Leben - wenn der erste Kulturpreisträger der Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm nicht gerade Kraft tankt mit einem guten Buch zwischen Couch und Aquarium. Der 1974 geborene Kirchenmusiker ist ein Ruhepol. Wenn seine Hände und Füße über die Tasten gleiten, ist er vollkommen eins mit seinem Instrument.

Max Hanft studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater München und absolvierte Spezialstudiengänge in den Fächern „Alte Musik“ und „Liedbegleitung“. Als Korrepetitor des BR-Chores und als Organist des Bayerischen Rundfunksinfonieorchesters arbeitet er ständig mit den „Großen“ aus der internationalen Musikszene zusammen. Der Ausnahmekönner spielt in der internationalen Liga, zuletzt in Kyoto, New York und Singapur.



Michael Leopold, Schlagwerk


Michael Leopold (Jahrgang 1990) ist ebenfalls Kulturpreisträger der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm und begann bereits mit 6 Jahren als Trommler in der örtlichen Stadtkapelle. 2007 gewann er den 1. Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Noch vor dem Abitur war er Jungstudent bei Adel Shalaby – seit 2009 studiert er klassisches Schlagzeug bei Professor Peter Sadlo an der Hochschule für Musik und Theater in München. Er absolvierte bereits mehrwöchige Praktika beim Landestheater Coburg und bei den Münchner Symphonikern und nahm an Meisterkursen und Workshops mit namhaften Dozenten teil.

Neben seinem Studium wirkt er solistisch und im Ensemble bei den verschiedensten Orchester- und Kammermusikprojekten mit. Aktuell absolviert er ein einjähriges Praktikum bei den Stuttgarter Philharmonikern.



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Sonntag, 19.08.2012, 11.30 Uhr


Blechbläser und Orgel


Franz Ballon: Fantasie, Trio und Fuge über den Choral „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“

Das weitere Programm für diese Feierstunde wird noch bekannt gegeben.

Ausführende:

„quattro stagioni“ – Blechbläserquartett:

Maria Stark und Wolfgang Eichenseher (Trompeten)

Matthias Baunach und Lucas Krammer (Posaunen)

   

Franz Ballon (Orgel) 


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Sonntag, 26.08.2012, 11.30 Uhr


„MEMO – einfach alles!“

W. A. Mozart und F. Mendelssohn Bartholdy

- Introitus: Präludium G-Dur (Mendelssohn)
- Kyrie (aus „Missa brevis in G“, KV 140)

- Gloria (aus KV 140)

- Epistelsonate G-Dur, KV 241
- Credo (aus KV 140)

- Offertorium „Alma Dei creatoris“, KV 227
- Sanctus (aus KV 140)

- Benedictus (aus KV 140)

- Agnus Dei (aus KV 140)

- „Sancta Maria, Mater Dei”, KV 273

- Auszug: Fuge G-Dur (Mendelssohn)

 Ausführende:

Doris Brummer, Sopran
Gabriele Mahl, Alt

Anton Kieferl, Tenor
Hendrik Brödenfeld, Bass
   
Franz Bauer, Orgel
   
„MEMO“ - Projektchor
Kammerorchester St. Johannes
Leitung: Max Penger


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Dritter Zyklus:

  Flyer
















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Sonntag, 25.03.2012

Konzertkritik

W. A. Mozart“Vesperae solennes de Confessore”, KV 339

für Soli, Chor und Orchester

Die in dieser Feierstunde aufgeführte Neuausgabe der berühmteren der beiden „Bekennervespern“ Mozarts ist die erste, die auf dem seit dem 2. Weltkrieg verschollenen und in jüngerer Zeit in Krakau wieder aufgefundenen Autograph aus Mozarts Feder basiert. Den meisten Zuhörern, die mit dem Titel dieses Werks nichts anfangen können, ist zumindest der vorletzte Satz, das berühmte „Laudate Dominum“ für Sopransolo, Chor, 2 Violinen und Basso continuo ein Begriff. Die Musik zur Vesper, dem abendlichen Stundengebet, setzt sich zusammen aus der Vertonung der entsprechenden Psalmen und dem entsprechenden, der Vesper zugeteilten, Canticum, dem Magnificat. Mozart selbst verwendete die Vespern nicht nur im reichen liturgischen und kirchenjahreszeitlichen Rahmen, sondern nutzte sie auch im Konzert oder zur Hausmusik.

(Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 2/2005)


Ausführende:

Doris Brummer, Gabi Brucklacher-Schur, Sopran

Carola Reim, Alt

Anton Kieferl, Tenor

Hendrik Brödenfeld, Bass

„A-cappella-nova“, Kammerchor Pfaffenhofen

Kammerorchester St. Johannes

Leitung: Max Penger


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Sonntag, 18.03.2012


Konzertkritik


Masako Goda, Sopran

Max Hanft, Orgel

 

Masako Goda erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule ihrer Heimat Kyoto. Weitere Studien führten sie dann nach Lübeck, wo sie das Konzertexamen und das Kammermusikexamen ablegte. 

Noch während ihres Studiums ging sie als Preisträgerin aus mehreren Wettbewerben hervor. Nach dem Studium wurde Masako Goda für zwei Jahre an das Volkstheater Rostock verpflichtet und war dort als Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte" und als Olympia in "Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach zu hören.

Seit September 2002 ist die Sopranistin festes Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.

 

Wer hat schon eine Kirchenorgel im Wohnzimmer stehen? Musik ist sein Leben - wenn Max Hanft, der erste Kulturpreisträger der Stadt Pfaffenhofen a. d. Ilm, nicht gerade Kraft tankt mit einem guten Buch zwischen Couch und Aquarium. Der 1974 geborene Kirchenmusiker ist ein Ruhepol. Wenn seine Hände und Füße über die Tasten gleiten, ist er vollkommen eins mit seinem Instrument.

Max Hanft studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater München und absolvierte Spezialstudiengänge in den Fächern „Alte Musik“ und „Liedbegleitung“. Als Korrepetitor des BR-Chores und als Organist des Bayerischen Rundfunksinfonieorchesters arbeitet er ständig mit den „Großen“ aus der internationalen Musikszene zusammen. Der Ausnahmekönner spielt in der internationalen Liga, zuletzt in Kyoto, New York und Singapur.


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Sonntag, 11.03.2012


Beatrice-Maria Weinberger, Orgel

 

Ein Orgelkonzert der Extraklasse erwartet die Besucher dieser Kirchenmusikalischen Feierstunde, wenn die Münchnerin Beatrice-Maria Weinberger in der Pfaffenhofener Stadtpfarrkirche zu Gast ist.

 

Die unglaublich aktive Konzertorganistin studierte nach dem Abitur an der Hochschule für Musik in München. Nach dem A-Examen in Kirchenmusik 1989 erfolgte die künstlerische Diplomprüfung im Konzertfach Orgel; anschließend studierte sie in der Meisterklasse ihres hochgeschätzten Lehrers Domorganist Prof. Franz Lehrndorfer. Das Meisterklassendiplom schloss sie 1992 ab. Es folgte 1993 das Staatsexamen in Schulmusik.

 

Beatrice-Maria Weinberger ist seit 1988 Organistin und Chorleiterin an der Stadtpfarrei St. Philippus in München. Daneben übt sie eine rege internationale Konzerttätigkeit aus – sowohl als Solistin, aber auch als Duo-Partnerin ihres Mannes, Professor Gerhard Weinberger, bei Konzerten mit vierhändiger Orgelmusik oder Musik für zwei Orgeln oder zwei Cembali. Als Solistin spielte sie u. a. das gesamte Orgelwerk des bekanntesten Bachschülers, Johann Ludwig Krebs, auf bedeutenden Barockorgeln Süddeutschlands auf CD ein.


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Sonntag, 04.03.2012

 

Konzertkritik

W. A. Mozart:

Das „Kyrie in F“, KV 33 für Chor und Streicher entstand am 12. Juni 1766 und stellt somit Mozarts ältesten Beitrag zur Kirchenmusik dar.

Das „Kyrie in d“, KV 90 gehört zu den kaum bekannten Kompositionen Mozarts und entstand Mitte 1772 in Salzburg, bald nach Mozarts Studien bei Padre Martini in Bologna.

Die Motette zur Communio „Ave verum“, KV 618 entstand kurz vor Mozarts Tod im Juni 1791. Trotz oder gerade wegen der Kürze ist es eines der berühmtesten Werke des Meisters, es atmet den Geist der Ewigkeit!

 

F. Mendelssohn Bartholdy: „Salve Regina“

für Sopran solo und Streicher

Erst fünfzehn Jahre alt, schrieb Mendelssohn diese Marianische Antiphon. Der Text stammt aus dem Mittelalter und hat seinen Platz im Stundengebet der Kirche. Der Herausgeber Willi Schulz schreibt: „An der Musik beeindruckt vor allem die anmutige Melodik und der auf Wohlklang bedachte Instrumentalsatz, der ergänzend und verfeinernd die melodische Entwicklung begeistert.“ Und der Wissenschaftler R. Werner meint: „Das kleine Meisterwerk zählt zum Vollendetsten, das der jugendliche Komponist geschrieben hat. Es verdient, der Unbekanntheit entrissen zu werden.“

 

Ausführende:

Christine Burghard, Sopran

„MEMO“-Projektchor

Rita Brunner, Violine 1

Eva Bonk, Violine 2

Irmi Sauer, Viola

Frank-Ulrich Narr, Cello

Günther Hausner, Kontrabass

Leitung: Max Penger


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Sonntag, 26.02.2012

Konzertkritik

F. Mendelssohn Bartholdy: „Wir glauben all an einen Gott“

Choralkantate für Chor und Orchester

Von Mendelssohns bis heute bekannten sieben Choralkantaten sind vier über Kirchenlieder Martin Luthers geschrieben, so auch „Wir glauben all an einen Gott“. Auf dem Weg nach Rom verweilte Mendelssohn Anfang 1831 in Venedig, von wo aus er schrieb, dass er begeistert sei von der Kraft, die ihm aus Luthers Texten entgegenströme. In der musikalischen Ausarbeitung wird seine mentale Nähe zu Bach deutlich, dessen Motetten und Kantaten er in den Chorübungen der Berliner Singakademie kennen gelernt hatte.

 

W. A. Mozart„Kyrie in d“, KV 341 – „Münchner Kyrie“

für Chor und Orchester

In Mozarts Werk findet man 10 Vertonungen des „Kyrie“-Textes, teilweise nur fragmentarisch erhalten. KV 341 entstand vermutlich im Januar 1781, Mozart befand sich zu dieser Zeit in München (daher auch der Beiname„Münchner Kyrie“) und arbeitete an den Vorbereitungen zur Uraufführung seiner Oper „Idomeneo“, wodurch sich auch die üppige Instrumentierung, die sehr nah an die Orchesterbesetzung der Idomeneo-Partitur angelehnt ist, erklären lässt.

 

F. Mendelssohn Bartholdy„O Haupt voll Blut und Wunden“

Choralkantate für Bass-Solo, Chor und Orchester

Wie „Wir glauben all“ entstand diese Choralkantate auf der Reise nach Italien. Im August und September 1830 war Mendelssohn in Wien. Dort entstand „O Haupt voll Blut und Wunden“. Aus dieser Zeit stammt folgendes Zitat Mendelssohns aus einem Brief an seinen Lehrer Carl Friedrich Zelter: „In Wien habe ich zwei kleine Kirchenmusiken („O Haupt voll Blut und Wunden“ und ein achtstimmiges „Ave Maria“) fertig gemacht. Die Leute um mich waren so lüderlich und nichtsnutzig, dass mir geistlich zu Muthe wurde und ich mich wie ein Theolog unter ihnen ausnahm.“

 

Ausführende:

Nikolai Ardey, Bassbariton

Kirchenchor St. Johannes Baptist

Kammerorchester St. Johannes

Leitung: Max Penger