Kirchenkonzert am 18.11.18, 16:00 Uhr
Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist Pfaffenhofen a. d. Ilm

A. Dvorak: Biblische Lieder, op. 99

G. Puccini: Messa di Gloria

Gustavo Martin, Tenor

Nikolai Ardey, Bassbariton

Kirchenchor der Stadtpfarrei

Kammerorchester St. Johannes

Maximilian Penger, Leitung


Texte zum Programm:

A. Dvorak: Biblische Lieder, 0p. 99

1. Wolken und Finsternis hüllen sein Antlitz.
Seines Gerichtes Spruch ist des Thrones Stütze.
Feuer kündet sein Nahn, sät überall Verderber Heerscharen der Feinde.
Sieh, seiner Blitze Flammenmeere zucken über die Erde.
Angesichts dessen zittert sie.
Berge wie das Wachs zergehen vor dem Antlitz des Herren, unseres Gottes, aller Welt Herrscher.
Und alle Völker werden sehn seinen Ruhm und Ehre.

2. Zuflucht du, du bist mir ein Schirm und Schild, ich folge stets deinen Worten. Weichet von hinnen ihr falschen Verräter, ich will einhalten, was mein Gott mir hat geboten.
Gib mir die Kraft, dass ich genese und was du forderst von mir, dass ich treu erfülle.
Zittert mein armer Leib und ich fürchte sehr, o Gott, den Richterspruch.


3. Gott, o höre, höre auf mein Gebet, verschließ dein Ohr nicht vor meinem Flehn.
Neige dich und höre mich, denn mein bittres Lost dauert mich sehr, ich klage zu dir.
Angsterfüllt schlägt das Herz mir und Todesangst krampft das Herz zusammen,
mich fasst das Todesgrauen an.
Ich sprach zu mir: O, wenn ich Flügel wie die Taube hätte, flög ich weit, um mich endlich auszuruhn.
Sieh, endlose Fernen locken und weilen will ich in Wüsten.
Mit schnellem Flug würde ich fliehen vor dem Sturm und Unwetter.


4. Gott der Herr ist Hirte mir, ich werde niemals Mangel leiden.
Auf der Flur, so da grünt, stärkt er mich und er führt mich zu stillen Seen.
Und er labt Seele und Geist und er weist mir gerecht um seines Namens Willen die Spur.
Muss ich auch ohnmächtig wandeln in dem Tal der Todessschatten, fürchte ich für mich nichts Böses, denn auch du bist bei mir. Und dein Stab und dein Schutz schenken Trost und Ruhe.


5. Herr mein Gott, auch sing ich ein neues Lied dir zu Ehren auf dem Saitenspiel und singe Psalmen, Herr, zu deinem Ruhm.
Und jeden Tag will ich spenden Lob deinem Namen und loben dich ewig und für alle Zeiten!
Unser Gott ist gewaltig und mächtig, würdig des Lobes und seiner Macht Größe kann nicht ausgesprochen werden.
Erhabene Größe und deine hehre Macht und deiner Gewalt Heiligkeit will ich besingen.
Und über alle Welt verbreitet sich, Herr, deiner Werke Ehre.
Auch ich will deine Allmacht stets lobpreisen, Herr.


6. Gott erhör mit Langmut mein Flehn, merke, Herr, auf mein Gebet!
Denn Du bist ewig Zuflucht mir und Schutz, ein fester Turmbau, Heerscharen bietend die Stirn.
Lass mich weilen in deinem Zelt ewiglich und unter deinen Fittichen.
Ewger. Du bist mein starker Gott, ich suche dich am Morgen, meine Seele lechzt nach dir, schmachtend ruft stets mein Leib nach dir in dem ausgedorrten, öden Land, dem Wasser mangelt.
So möchte zu deinem Namen ich preisend heben meine Hände und singend loben dich, Herr, mein Leben lang.

7. Als wir dort an den Wassern der Stadt Babylon saßen, wehklagten wir, da wir stets gedachten an dich, Zion. Und unser Saitenspiel hingen wir an Weiden in jenem Land.
Es forderten, die gefangen uns hielten, wir sollen anstimmen freudige Lieder und riefen uns zu: Singet und spielt, wir wollen Zions Freudenlied!
Da erwiderten wir: Ei, wie könnten wir denn anstimmen Lieder Gottes unseres Herrn, allwo Feindesland ist?
Wenn ich dich vergessen sollte, einmal nur, o Jerusalem, mein Glück, o dann vergesse auch, kunstreiche Hand, all deine Künste!


8. Blicke mich an und erbarme dich meiner, Herr, denn sieh, verlassen bin ich und ohnmächtig und meine Herzensängste drücken mich nieder, enthebe mich meiner Not, enthebe mich meiner Not.
Erbarme meiner dich! Sieh all meine Not und all mein Leid, verzeihe alle Sünden mir.
Dein Schutz bewahre stets die Seele, o Herr, vor Schmach und Sündenfall, denn ich harre deiner, denn ich harre deiner!


9. Ich hebe den Blick zum Berg empor, woher wird mir Hilfe kommen?
Hilfe kommt mir von dem Herren bloß, Schöpfer Himmels und Schöpfer der Erde.
Nie lässt er zu, dass wanke oder dass strauchle je dein Fuß., denn dein Hüter, er schlummert nicht.
Sieh, niemals schläft, niemals schlummert der, der in Ewigkeit Israel schützt.


10. Singt, singet Gott, dem Herren, neue Lieder, denn Wunder hat er an uns ausgeführt.
Preise, Welt, in Jubeltönen und Psalmen singt dem Herrn!
Meer, brause du und was dich füllt, der weite Erdkreis und die, so ihn bewohnen.
Ströme, zollt dem Herrn mit ihnen Beifall, ihr hohen Berge jauchzet ewig!
Fluren, jubelt und was euch füllet, preise Erde, singt ihr Meere und was euch füllt! 

G. Puccini: Messa di Gloria
Kyrie – Gloria – Credo – Sanctus – Benedictus – Agnus Dei


Von Bach bis Penderecki - Oratorienkonzert am Sonntag, 13.11.2016 um 16:00 Uhr in der Stadtpfarrkirche


Das gesamte kirchenmusikalische Ensemble der Katholischen Stadtpfarrei St. Johannes Baptist befindet sich im Endspurt, denn am 13. November findet um 16 Uhr das traditionelle Oratorienkonzert statt. Karten sind ab sofort im Vorverkauf sowohl im Internet (www.okticket.de), als auch bei folgenden Vorverkaufsstellen in Pfaffenhofen erhältlich: Pfaffenhofener Kurier, Intakt Musikinstitut und Elektro Steib.

Programmatisch spannt Kirchenmusiker Max Penger einen Bogen von Bach bis in die Gegenwart. Die Werke bewegen sich dabei im Themenkreis „Von der Trauer zur Hoffnung!“. Die Gegensätzlichkeit der einzelnen Stücke spielt sich auf zwei Ebenen ab. Während der Text des „Lacrimosa“ („Tag der Tränen, Tag der Wehen“,…) einen unmittelbaren Bezug zum Volkstrauertag herstellt, blickt der zuversichtlich stimmende Choraltext der Kantate „Wachet auf!“ bereits auf den unmittelbar bevorstehenden Christkönigssonntag, der gleichzeitig das Kirchenjahr beschließt und den Advent vorbereitet. Darüber hinaus reicht die Tonsprache vom Barock (Bach) bis in die Moderne (Penderecki). Und im Klang der Klassik startet das Konzert mit Mozarts allein stehendem „Münchener Kyrie“ (KV 341), das die Tiefgründigkeit des Salzburger Genies atmet und ein symphonisch besetztes Orchester verlangt.

Der Kirchenchor und das Kammerorchester St. Johannes freuen sich über die Verpflichtung hervorragender Solisten: Sigrid Plundrich (Sopran), der 17-jährige David Kerber (Tenor) und Tomi Wendt, der als ehemaliger Pfaffenhofener als Basssolist zum Ensemble der Giessener Oper gehört, werden die Zuhörer begeistern“, ist sich der musikalische Leiter Max Penger sicher.


Programm:

J. S. Bach: Kantate 140, "Wachet auf",                                               

K. Penderecki: "Lacrimosa",

W. A. Mozart: Münchener Kyrie, KV 341.     

Ausführende:                                                                                     

Sigrid Plundrich (Sopran)

David Kerber (Tenor)

Tomi Wendt (Bass)

Kirchenchor und Kammerorchester der Stadtpfarrei                     

Max Penger, Leitung


David Kerber:

Der gebürtige Haller (Hall in Tirol), David Kerber, steht seit seinem achten Lebensjahr auf der Bühne. Im Alter von sechs Jahren, begann er seine klassische Gesangsausbildung bei den renommierten “Wiltener Sängerknaben” in Innsbruck. Sein Lehrer, Johannes Stecher, bildete ihn im Stimmfach Sopran so gut aus, dass der heute Siebzehnjährige neben einer großen Vielzahl von geistlichen und weltlichen Konzerten auf eine einmonatige China-Tournee, ein vierfach solistisch gesungenes Weihnachtsoratorium von (J.S.Bach), das Musical Shylock (Stephan Kanyar) und mehrere Opernproduktionen, darunter Lohengrin (R.Wagner) im Innsbrucker Landestheater, Tosca (G.Puccini) bei den Tiroler Festspielen in Erl, Parsifal (R.Wagner) bei den Tiroler Festspielen in Erl, Zauberflöte (W.A.Mozart) bei den Bregenzer Festspielen und die Hauptrolle, ein singender Knabensolist, in dem Stück “Meine Bienen. Eine Schneise” (Klaus Händel) bei den Salzburger Festspielen, zurückblicken darf.

Nach dem Stimmbruch war es ihm möglich als Tenor dank Johannes Stecher schnell Fuß zu fassen, so konnte er eine weitere einmonatige China-Tournee mit großen Soli wie “Schenkt man sich Rosen in Tirol” aus dem Vogelhändler (Carl Zeller) singen. Auch eine Matthäus-Passion (J.S.Bach) mit kleineren solistischen Einwürfen konnte er schon bewältigen. Neben seinen Tätigkeiten bei den Wiltener Sängerknaben sang er auch bereits einige Messen und half in verschiedenen Vocal-Ensembles und Chören aus. Auch 2016 darf er sich wieder auf eine einmonatige China Tournee mit Soli wie “Güss enk Gott” aus dem Vogelhändler (Carl Zeller) freuen.


Sigrid Plundrich:

Die Sopranistin Sigrid Plundrich wird nicht nur für ihr „sensibles musikalisches Gespür“ gelobt, sondern auch für ihre überzeugende dramatische Darstellung. Sie ist gleichermaßen im Konzertfach als auch auf der Opernbühne zuhause und verfügt über ein breitgefächertes Repertoire, das vom Barock bis hin zur Zeitgenössischen Musik reicht.

Sigrid Plundrich war von 2007 – 2009 festes Ensemblemitglied am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und gastierte an den Opernhäusern und Theatern in Würzburg, Erlangen und Augsburg, sowie am Palacio de la Opera in La Coruna (Spanien). Ihre Rollen umfassen u. a. Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), Contessa Almaviva (Le nozze di Figaro), Donna Anna (Don Giovanni), Tatjana (Eugen Onegin), Helena (Ein Sommernachtstraum) und Lisa (Das Land des Lächelns).

Auf der Konzertbühne trat die Sopranistin bereits mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Konzerthaus Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich und dem Tafelmusik Baroque Orchester Toronto und Dirigenten wie Markus Poschner, Bruno Weil, Dennis Russell Davies, Rafael Frühbeck de Burgos und Christian Thielemann auf.

Als passionierte Liedsängerin sang Sigrid Plundrich Uraufführungen von Peter Michael Hamel, Moritz Eggert und Günther Bialas.

Sigrid Plundrich wurde in Marktoberdorf geboren. Sie studierte Gesang bei Frieder Lang und Wolfgang Brendel und Liedgestaltung bei Helmut Deutsch an der Hochschule für Musik und Theater München. Sie ist Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins und besuchte Meisterklassen bei Krisztina Laki und Christoph Pregardién.


Tomi Wendt:

Tomi Wendt erhielt seine erste musikalische Ausbildung durch seinen Geigenlehrer Dieter Sauer, in dessen Kammerorchester er bereits im Alter von 15 Jahren aufgenommen wurde. Er lernte dadurch schon frühzeitig viele wichtige Werke der geistlichen Musik kennen und erarbeitete sich ein großes Repertoire an Oratorien, Kantaten und Messen. Er studierte zunächst Schulmusik  an der Musikhochschule München und im Anschluß Gesang an der Musikhochschule Augsburg. Tomi Wendt ist Stipendiat des Richard – Wagner – Verbandes Augsburg und Kulturförderpreisträger der Stadt Pfaffenhofen/Ilm. Vier Jahre lang war er Mitglied der Bayerischen Singakademie und agierte dort auch als Gehörbildungsassistent von Prof. Kurt Suttner. 2004 begleitete er das Collegium Vocale Gent auf einer Europa-Tournee mit dem Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Ivan Fischer. Weitere Engagements führten ihn u.a. nach Mallorca, ins Prinzregententheater München oder zu den Händel-Festspielen in Karlsruhe. Seit 2007 ist Tomi Wendt Solist am Stadttheater Gießen. Mehr als 40 Partien aus Oper, Operette und Musical verkörperte er bisher auf der Bühne. Zu seinem Repertoire gehören Mozarts Figaro, Papageno, Bartolo, Masetto, Colas aber auch viele Rollen aus Barock, Romantik und Moderne.