Der 5. Zyklus: „MEMO – einfach alles!“

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Am Sonntag, 17.2., beginnt der 5. Zyklus der Konzertreihe „MEMO – einfach alles!“ An fünf aufeinander folgenden Sonntagen der Fastenzeit finden jeweils um 11.30 Uhr die beliebten Kirchenmusikalischen Feierstunden statt. Bei freiem Eintritt dürfen sich die Besucher auf abwechslungsreiche Programme freuen, die jeweils nicht länger als 30 bis 45 Minuten dauern. 

Neben der Weiterführung des Projektes „MEMO“, das die Gesamtaufführung des geistlichen Werkes von Mozart und Mendelssohn zum Ziel hat, setzt Kirchenmusiker Max Penger auch dieses Mal neue konzeptionelle Akzente.

Am 17.2. stehen mit Mozarts „Missa brevis in d“ (KV 65) und Mendelssohns Choralbearbeitung „Jesu meine Freude“ zwei frühe Werke der beiden Großmeister auf dem Programm, das vom MEMO-Projektchor und dem Kammerorchester St. Johannes gestaltet wird.

Ein neuer konzeptioneller Aspekt wird ab 24.2. in die „MEMO“-Reihe eingebaut. Pfaffenhofens erster Kulturförderpreisträger Max Hanft wird in den kommenden Zyklen das komplette Orgelwerk von Felix Mendelssohn Bartholdy aufführen. Ergänzend dazu spielt die lange Zeit in Pfaffenhofen lebende Flötistin Martina Zaindl zusammen mit Solisten des Kammerorchesters St. Johannes alle vier Flötenquartette von Wolfgang Amadeus Mozart.

Am 3.3. gibt der Leiter der Städtischen Musikschule Auwi Geyer mit seinen Kollegen vom renommierten Posaunenquartett „four trombones“ ein Konzert in der Stadtpfarrkirche. Schlusspunkt dieser Veranstaltung wird Mendelssohns Choralbearbeitung „Herr Gott, dich loben wir“ sein. Dabei musizieren der MEMO-Projektchor, four trombones und Solisten des Kammerorchesters St. Johannes zusammen.

Auch in der kommenden Reihe sind zum ganz großen Teil Sängerinnen, Sänger und Musiker aus dem Heimatlandkreis zu hören und zu sehen. Als Gastensemble ist am 10.3. der in vielen nationalen und internationalen Wettbewerben überaus erfolgreiche „Münchner Frauenchor“ (Leitung: Kathrin Wende-Ehmer) zu hören. Dessen Programm wird ergänzt von einer Uraufführung. Professor Peter Wittrich von der Musikhochschule München komponiert aktuell in diesen Tagen ein Stück mit dem Titel „Metamorphosen über den österlichen Choral Victimae paschali laudes“. Hochinteressant wird dabei das Zusammenspiel von Sopran-/bzw. Altsaxophon (gespielt von Max Penger) und Akkordeon (Peter Wittrich) sein.

Den Schlusspunkt bilden der Pfaffenhofener Kammerchor „A-cappella-nova“ mit Solisten aus den eigenen Reihen und das Kammerorchester St. Johannes am 17.3. Dann steht Mozarts „Litaniae de venerabili altaris Sacramento“ (KV 243) auf dem Programm.

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17.02.13: „MEMO – einfach alles!“
Beginn: 11:30 Uhr

W. A. Mozart:
Kirchensonate in F, 244

„Missa brevis in d“, KV 65
Kyrie – Gloria
Kirchensonate in D, KV 245
Credo
Offertorium: „Sub tuum präsidium“
Sanctus – Benedictus – Agnus Dei
Kirchensonate in G, KV 278

Ausführende:

Doris Brummer, Sopran
Gabriele Brucklacher-Schur, Sopran
Carola Reim, Alt
Günther Böckl, Tenor

Nikolai Ardey, Bass
„MEMO – Projektchor“
Kammerorchester St. Johannes
Leitung: Max Penger

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24.02.13: Instrumentalmusik von
Mendelssohn Bartholdy und Mozart

Beginn: 11:30 Uhr

Programm:

Mendelssohn: Das gesamte Orgelwerk I
Präludium c-moll, W 28
Ostinato c-moll, W 7

Präludium und Fuge c-moll, op. 37/1

Mozart: Die vier Flötenquartette
Quartett Nr. 3 in C, KV 285b
für Flöte, Violine, Viola und Cello

Infos:

• Mit Mendelssohns Orgelwerken begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine neue Epoche der Orgelmusik. Ihre Vorbildfunktion haben sie fast über ein Jahrhundert bewahrt, fortwirkend über Josef G. Rheinberger und Max Reger hinaus bis hin zu Paul Hindemith.

• Wolfgang Amadeus Mozart schrieb 1778 entschuldigend an seinen Vater, der ihn ermahnt hatte, Auftragskompositionen eines Musikliebhabers für Flöte endlich abzuliefern:

„Dann bin ich auch, wie sie wissen, gleich stuff (= widerwillig) wenn ich immer für ein instrument, das ich nicht leiden kann schreiben soll".

Zu diesen Werken gehören neben zwei Flötenkonzerten die ersten drei Quartette KV 285 (D-Dur), KV 285a (G-Dur) und KV 285b (C-Dur, am 24.2.13 auf dem Programm!). Hier, wie auch in dem später in Wien entstandenen A-Dur-Quartett, zeigt sich Mozarts Meisterschaft darin, gerade für ein wenig geliebtes Instrument Auftragswerke oder Gefälligkeitskompositionen so zu schreiben, dass sie heute im Repertoire der Flötistin ihren festen Platz haben.

Ausführende:

Martina Zaindl, Flöte
Max Hanft, Orgel
Rita Brunner, Violine
Irmi Sauer, Viola
Frank-Ulrich Narr, Cello

 
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03.03.13: Gastspiel: „4 trombones“
Beginn: 11:30 Uhr

J. J. Mouret: Fanfare-Rondeau
O. di Lasso: Fleur de Quinze ans
N. Ammerbach: Passamezzo Antico,

Antonio Lotti: „Crucifixus“ – Andante
W. A. Mozart: Trio Nr. 1 (nach KV 549), poco Allegro
C. Saint-Saens: „Adagio“ aus der 3. Sinfonie,
F. Peeters: „Lied”

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Zwei Stücke für Posaunenquartett:
1. Adagietto sostenuto
2. Maestoso

F. Mendelssohn Bartholdy:
Choral „Herr Gott, dich loben wir“
1. „Herr Gott, dich loben wir“
2. „Dein göttlich Macht und Herrlichkeit“
3. „Du König der Ehren Jesu Christ“

Infos:

„fo(u)r trombones“ – das ist ein Posaunenquartett, das sich aus Musikern der Münchner Orchester-, Studio- und Liveszene zusammensetzt. Mit dabei sind der Leiter der Städtischen Musikschule Pfaffenhofen, Auwi Geyer, sowie dessen Kollegen Hans Bettinger (der viele Jahre das Jugendblasorchester der Stadtkapelle dirigierte), Gerd Fink und Erwin Gregg.

Die Musiker haben sich in allen Sparten der Musik einen Namen gemacht. Produktionen und Tourneen mit weltbekannten Musikgrößen wie z.B. Michel Legrand, Konstantin Wecker, Ute Lemper, Angelika Milster, Max Greger, Hugo Strasser, Klaus Doldinger, Nancy Sinatra und vielen anderen, sowie Musicalproduktionen am Münchener Gärtnerplatztheater und am Deutschen Theater München sind ein Garant für die hervorragende musikalische Qualität des Quartetts.

Ausführende:
„4 trombones“ – Posaunenquartett
Auwi Geyer, Erwin Gregg,
Gerd Fink, Hans Bettinger
„MEMO – Projektchor“
Kammerorchester St. Johannes
Leitung: Max Penger


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10.03.13: Gastspiel: „Münchner Frauenchor“
Beginn: 11:30 Uhr

Nancy Telfer: Kyrie
Knut Nystedt: Sancta Maria, op. 138
H.-M. Limberg: Chanson religieuse
                        für Sopransaxophon und Orgel
M. Durufle:      Tota pulchra est, op. 10, Nr.2
Piotr Janczak: De profundis clamavi
Alice Tegner:  O, salve regina
                       Ave Maria
Joh. Brahms:  Ave Maria, op. 12
Peter Wittrich: Metamorphosen über “Victimae
                       paschali laudes” für Saxophone
                       und Akkordeon
Javier Busto:  Salve Regina
John Rutter:   The peace of God

Infos:

Der Münchner Frauenchor bereichert seit 1989 die bayerische Chorszene mit originaler Frauenchormusik, eine Gattung, die hierzulande selten gepflegt wird. Bekannt ist der Chor für seinen warmen, vollen Chorklang, die abwechslungsreiche und lebendige Gestaltung seiner Konzerte und die Aufführung von zeitgenössischen Originalkompositionen. Neben Konzerten in Bayern und über die Landesgrenzen hinaus nimmt der Münchner Frauenchor regelmäßig an nationalen und internationalen Wettbewerben teil:

Zweiter Platz Internationaler Chorwettbewerb Marienhöhe in Darmstadt (1995)
• Zweiter Platz Internationaler Chorwettbewerb Llangollen in Wales (2000 und 2007).
• Erster Platz beim Bayerischen Chorwettbewerb in den Jahren 1997, 2001 und 2005.
• Zweiter Platz Deutscher Chorwettbewerb 2002 und 2006.
• Erster Preis Internationaler Johannes-Brahms-Wettbewerb in Wernigerode 2011
• Finalteilnehmer Internationaler Chorwettbewerb „Florilege Vocal de Tours“ (Frankreich) Mai 2012.


Katrin Wende-Ehmer leitet den Münchner Frauenchor seit der Gründung des Ensembles im Jahr 1989. Nach ihrem Studium am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg (1978 bis 1983) absolvierte sie diverse Stimmbildungs- und Chorleiterkurse und Fachseminare und ist seit vielen Jahren als Dozentin bei der Bad Feilnbacher Chorwoche tätig. 1998 erhielt sie für ihre chorleiterische Tätigkeit ein Stipendium des Deutschen Musikrates. 2007 gründete sie den Münchner Mädchenchor, mit dem sie bereits 2009 den 1. Platz beim 8. Bayerischen Chorwettbewerb erzielte.

Das Programm des Frauenchores wird von Prof. Peter Wittrich und Max Penger ergänzt. Im Mittelpunkt steht dabei eine Uraufführung. Erst vor wenigen Tagen beendete Peter Wittrich seine „Metamorphosen über Victimae paschali laudes“ für Saxophone und Akkordeon.


Ausführende:

Münchner Frauenchor
Leitung: Katrin Wende-Ehmer
Peter Wittrich, Orgel und Akkordeon
Max Penger, Saxophone


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17.03.13: „MEMO – einfach alles!“
Beginn: 11:30 Uhr

W. A. Mozart: “Litaniae de venerabili altaris Sacramento”, KV 243

Kyrie
Panis vivus
Verbum caro factum
Hostia sancta
Tremendum
Dulcissimum convivium
Viaticum
Pignus
Agnus Dei
 

Infos:

Mozart schrieb vier Litaneien, von denen zwei zu den Lauretanischen Litaneien, zwei zu den Sakramentslitaneien gehören. Die Sakramentslitanei war textlich nicht verbindlich festgelegt. Sie unterlag lokalen Varianten und war für die Eucharistiefeier, die Abendmahlsfeier, aber auch für außerliturgische Andachten an Marienfesten oder für Maiandachten bestimmt. Kyrie und Agnus Dei mit Miserere rahmen einen vielgliedrigen Mittelteil ein, der wort- und bildreich die Heilswirkung der Eucharistie beschreibt. Stärker als die Messen nähern sich die Litaneien der Tonsprache der zeitgenössischen Oper, ohne dass die Zeitgenossen dies als Stilbruch empfunden hätten.
In ihrer Vielschichtigkeit und in ihrem Einfallsreichtum erweist sich die Sakramentslitanei KV 243 aus dem Frühjahr 1776 als besonders reizvoll. Sie zählt zu Mozarts besten Kirchenwerken und ist schon zu seinen Lebzeiten in Salzburg und Augsburg mehrfach aufgeführt worden.
Die Litanei besteht aus sechs Sätzen, die sich in neun unterschiedlich charakterisierte Abschnitte teilen. Dabei orientiert sich Mozart deutlich an den Sakramentslitaneien seiner Salzburger Vorgänger und Zeitgenossen.

Ausführende:

Gabriele Brucklacher-Schur, Sopran
Gabi Mahl, Alt
Andreas Stauber, Tenor
Nikolai Ardey, Bass
Kammerchor „A-cappella-nova“
Kammerorchester St. Johannes
Leitung: Max Penger

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MEMO – einfach alles!“ geht in die 6. Runde

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Der 6. Zyklus von „MEMO – einfach alles!“ startet mit einem Paukenschlag, wenn am
04.08.13 die Uraufführung eines von Rotary Club und Lions Club Pfaffenhofen gestifteten Kompositionsauftrags unter dem Namen
„MEMO? – mosso!“ auf dem Programm steht. Die Komposition von Peter Wittrich, Professor an der Musikhochschule München, bindet viele verschiedene der am Memo-Projekt beteiligten Gruppen und Ensembles mit ein, u.a. Blechbläserquartett, Streichquartett, Orgel, Zither, Harfe und gemischten Chor.
Das Auftaktprogramm wird ergänzt mit einem weiteren Beitrag zur Gesamtaufführung des Mendelssohnschen Orgelwerkes: Meisterorganist Max Hanft spielt zu Beginn die viersätzige Sonate f-moll op. 65/1.

 Am 11.08.13 sind Werke von Mozart zu hören. Die „Missa brevis in G“ (KV 49) ist die erste Vertonung des Messtextes des zur Entstehungszeit zwölfjährigen Genius. Die Gesangssoli Doris Brummer (Sopran), Gabi Mahl (Alt), Günther Böckl (Tenor) und Franz Oppel (Bass) sind Mitglieder des Kirchenchores St. Johannes Baptist. Begleitet wird dieses Quartett von Rita Brunner und Irmi Sauer (Violine), Frank-Ulrich Narr (Cello), Thomas Laar (Kontrabass), sowie von Maria Stark und Maximilian Penger (Trompete). An der Truhenorgel spielt Barbara Muthig.

Spektakuläre Klänge sind am 18.08.13 zu erwarten. Um den Pfaffenhofener Kulturpreisträger Michael Leopold haben sich vier Schlagwerk-Studenten der Münchener Musikhochschule zum Ensemble „Percussion total!“ zusammengetan. Das Quartett begeistert seine Zuhörer mit Programmen, die in ihrer Charakteristik einen Bogen von Meditation über Virtuosität bis hin zu Fulminanz spannen.

Das Programm am 25.08.13 ist wieder W. A. Mozart gewidmet, wobei die „Missa brevis in B“ (KV 275) zur Aufführungt kommt. Die Solisten Gabi Brucklacher-Schur (Sopran), Gabi Mahl (Alt), Markus Wagner (Tenor) und Nikolai Ardey (Bass) kommen wieder aus den Reihen der Pfaffenhofener Chöre und werden begleitet von Manfred und Uschi Leopold (Violine), Frank-Ulrich Narr (Cello), Günther Hausner (Kontrabass) und Alice Hösl (Orgel).

Die Zuhörer dürfen sich am 01.09.13 auf ein Gastspiel des Blechbläserquartetts „quattro stagioni“ mit Werken von der Renaissance bis zur Moderne freuen.

 Zum Abschluss des 6. Zyklus von „MEMO-einfach alles!“ kommen am 15.09.13 um 11.30 Uhr nochmals die großen Meister Felix Mendelssohn Bartholdy und Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung. Der Pfaffenhofener Kammerchor „A-cappella-nova“ und das Kammerorchester St. Johannes singen und spielen das „Lauda Sion“ des Thomas von Aquin in der Mendelssohnschen Fassung, sowie das „Regina coeli“ in C (KV 108) von Mozart. Als Solisten sind Masako Goda (Sopran), Carola Reim (Alt), Andreas Stauber (Tenor) und Nikolai Ardey (Bass) zu hören.

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04.08.13: „MEMO – einfach alles!“
Beginn: 11:30 Uhr

Programm:

F. Mendelssohn Bartholdy: Das gesamte Orgelwerk II
Sonate für Orgel f-moll, op. 65/1
Allegro moderato e serioso
Adagio
Andante
Allegro assai vivace

Peter Wittrich
Uraufführung eines Kompositionsauftrages durch
den Rotary-Club und den Lions Club Pfaffenhofen:
„MEMO? – mosso!“
Ein Spiel in Rondoform für Solisten und Ensembles


Infos:

Dieses Vorhaben ist erstmalig, einmalig in Pfaffenhofens Musikgeschichte. Die Musik ist den beteiligten Sängerinnen und Sängern, Musikerinnen und Musikern unserer Heimatregion sozusagen „auf den Leib geschrieben“. Darüber hinaus hat das Vorhaben in seiner Kreativität und Güte einen hohen, überregionalen Anspruch, denn der an der Musikhochschule München tätige Professor Peter Wittrich - der Komponist des Werkes - setzt konzeptionelle Inhalte des Projektes „MEMO - einfach alles!“ in Musik um. Dauer und Stilistik des neu geschaffenen, nahezu tagesaktuellen Stückes MEMO? - mosso!“ sind auch so angelegt, dass Kinder, Jugendliche und Klassikunerfahrene Zugang zur und Begeisterung für E-Musik entwickeln! Um eine möglichst abwechslungsreiche Gestaltung erzielen zu können, steht ein reichhaltiges Instrumentarium, bestehend aus Blechbläserquartett, Streichquartett, Orgel, gemischtes Ensemble, Zither, Harfe und gemischten Chor zur Verfügung. Mit leichtem Augenzwinkern, feiner Ironie und gleichsam als Verbeugung vor den beiden großen Meistern blitzen auch hie und da Mozart und Mendelssohn durch die Partitur und sorgen dafür, das Werk als zeitgenössische Ergänzung des großen „MEMO – einfach alles!“ Zyklus zu interpretieren.

Professor Peter Wittrich zu seinem Werk:

„Hinter dem Titel Memo? – mosso!“ verbirgt sich dreierlei: zum einen handelt es sich um ein von Max Penger angeregtes und vom Rotary- und Lions-Club Pfaffenhofen gleichermaßen in Auftrag gegebenes Werk für die Konzertreihe „MEMO – einfach alles!“. Zum zweiten nimmt es wortspielerisch Bezug auf die musikalische Tempoanweisung „meno mosso“ (= „weniger bewegt“) und letztlich - und dies verweist auf die Grundidee der Komposition - steht das beliebte MEMOry-Spiel Pate für die inhaltliche und formale Konzeption.

Entsprechend der MEMOry-Spielidee mit identischen Kartenpaaren wird auch in „Memo? – mosso!“ mit Paaren auf verschiedenen Ebenen gearbeitet: mit musikalisch gleichen Texturen (melodisch-harmonische Satzgestaltung), korrespondierenden bzw. sich ergänzenden Phrasen, verschiedenen, sich abwechselnden Instrumentenpaaren, Dialogen zweier Gruppen im Ping-Pong-System usw.

Im Gegensatz zum Kartenspiel tauchen jedoch zusätzlich wechselnde Paarungen, Paarvarianten, unterschiedliche Zweiergruppen auf, sodass die gesamte Komposition einen bewegten ("mosso") Prozess in Gang setzt, der vom identischen Paar zum konträren Pärchen führt und in einem ekstatischen Finale kulminiert! Verbindendes Element ist eine idèe fixe, die als Refrain zwischen den Paarepisoden steht und beschwingte "Spielpausen" ermöglicht!

Um eine möglichst abwechslungsreiche Gestaltung erzielen zu können, steht ein reichhaltiges Instrumentarium, bestehend aus Blechbläserquartett, Streichquartett, Orgel, gemischtes Ensemble, Zither, Harfe und gemischten Chor zur Verfügung. Mit leichtem Augenzwinkern, feiner Ironie und gleichsam als Verbeugung vor den beiden großen Meistern blitzen auch hie und da Mozart und Mendelssohn durch die Partitur und sorgen dafür, das Werk als zeitgenössische Ergänzung des großen „MEMO – einfach alles!“ - Zyklus zu interpretieren!“

Das Programm wird ergänzt mit einem weiteren Beitrag zur Gesamtaufführung des Mendelssohnschen Orgelwerkes: Meisterorganist Max Hanft spielt zu Beginn die viersätzige Sonate f-moll op. 65/1.

Max Hanft studierte Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater München und absolvierte Spezialstudiengänge in den Fächern „Alte Musik“ und „Liedbegleitung“. Als Korrepetitor des BR-Chores und als Organist des Bayerischen Rundfunksinfonieorchesters arbeitet er ständig mit den „Großen“ aus der internationalen Musikszene zusammen. Der Ausnahmekönner spielt in der internationalen Liga, zuletzt u.a. in Kyoto, New York und Singapur.



Ausführende:

Max Hanft, Orgel
Neli Zidar Kos, Zither
Lisa Schöttl, Hackbrett
„A-cappella-nova“, Kammerchor Pfaffenhofen
„quattro stagioni“, Blechbläserquartett
Streichquartett St. Johannes
„MAX-4-Sax“, Klarinetten- und Saxophonensemble
„Solisti Deo Gloriae“


Medientechnik:
PN Medien GmbH

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18.08.13: Gastspiel „percussion total!“
Beginn: 11:30 Uhr

Programm:

Axel Fries: „Pling 4“ (für 4 Triangeln)
Rüdiger Pawasser: „Sculpture of wood”
Steve Reich: „Mallet quartett“
Minori Miki: „Marimba Spiritual”

Ausführende:

Die Ausführenden sind Studierende an der Musikhochschule München:
Michael Leopold
Moritz Knapp
Michael Ahne
Mathias Lachenmayr


Medientechnik: PN Medien GmbH


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25.08.13: „MEMO – einfach alles!“
Beginn: 11:30 Uhr

Programm:

W. A. Mozart:
„Missa brevis“ in B, KV 275
Kirchensonaten in G (KV 274) und C (KV 336)

Infos:

Die „Missa brevis in B“ (KV 275) wurde am 21.12.1777 in der Kirche der Benediktinerabtei St. Peter zu Salzburg uraufgeführt. Mozart selbst schätzte dieses Werk sehr, was durch die Tatsache belegt wird, dass er diese in Salzburg entstandene Messe entgegen seiner üblichen Praxis auch in seiner Wiener Zeit aufführte.

Ein Glück, dass sich der damals in Baden bei Wien tätige Kirchenmusiker Stoll das Notenmaterial von Mozart ausgeliehen hat, um das Stück am 10. Juli 1791 aufzuführen. Denn außer diesem Leihmaterial sind sämtliche anderen Originalquellen verschollen.


Ausführende:

Gabi Brucklacher-Schur, Sopran
Gabi Mahl, Alt
Markus Wagner, Tenor
Nikolai Ardey, Bass

Manfred und Uschi Leopold, Violine
Frank-Ulrich Narr, Cello,
Günther Hausner, Kontrabass
Alice Hösl, Orgel

Leitung: Max Penger



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01.09.13: Gastspiel „quattro stagioni“
Beginn: 11:30 Uhr

Infos:


Das Blechbläserquartett „quattro stagioni“ feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Die Mitglieder des Ensembles kommen alle aus Pfaffenhofen und Umgebung. Das Repertoire umfasst Werke von der Renaissance bis zur Moderne. Neben der Pflege von Originalliteratur sind die überwiegend von Bassposaunist Lucas Krammer selbst eingerichteten Bearbeitungen eine Besonderheit, weil diese Arrangements perfekt auf die Musiker von „quattro stagioni“ zugeschnitten sind und somit über die Jahre des gemeinsamen Musizierens ein eigenes, spezielles Klangbild entstehen konnte.

Ausführende:

Maria Stark und Wolfgang Eichenseher, Trompeten
Matthias Baunach, Posaune
Lucas Krammer, Bassposaune und Euphonium

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15.09.13: „MEMO – einfach alles!“
Beginn: 11:30 Uhr

Programm:

F. Mendelssohn Bartholdy:
„Lauda Sion“, op. 73

W. A. Mozart:
„Regina coeli“ in C, KV 108



Infos:

Anläßlich des 600-sten Jahrestages des Fronleichnamsfestes erhielt Mendelssohn im April 1845 den Auftrag, eine neue Vertonung der Verssequenz des Thomas von Aquin zu komponieren. Die Feierlichkeiten waren für Juni 1846 vorgesehen. „Lauda Sion“ entstand also zeitgleich mit dem Oratorium „Elias“. Vielleicht läßt es sich so erklären, dass dieses wunderbare Werk selten aufgeführt wird. Zu Unrecht – wie die Zuhörer an diesem Sonntag hören werden!

Mozarts KV 108 ist die erste von drei Vertonungen der Marienantiphon „Regina coeli“. Das Werk entstand im Mai 1771 in Salzburg und ist für die Vesper in der Osterzeit gedacht.

Masako Goda ist die Sopran-Solistin dieses Konzertes. Sie studierte künstlerisches Hauptfach Gesang an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt Kyoto, gewann nach dem Konzertexamen verschiedene Wettbewerbe und stand zwei Jahre im Volkstheater Rostock auf der Opernbühne. Seit 2002 ist sie ständiges Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks und lebt zusammen mit ihrem Mann Max Hanft und ihrem Sohn Noah in Pfaffenhofen.



Ausführende:

Masako Goda, Sopran
Carola Reim, Alt
Andreas Stauber, Tenor
Nikolai Ardey, Bass

Kammerchor „A-cappella-nova“
Kammerorchester St. Johannes

Leitung: Max Penger